Impressionen

Gartenbauverein war wieder auf großer Tour

Die Sächsische Schweiz mit der Bastei, Meißen und Dresden war das Ziel des Ausflugs vom 25. bis 28. September 2025

 In die Sächsische Schweiz führte der Jahresausflug des Gartenbauvereins (GBV). Höhepunkte der viertägigen Tour waren die beeindruckenden Felsformationen der Bastei, die barocke Pracht und lebendige Atmosphäre der sächsischen Metropole Dresden sowie die traditionsreiche Porzellanstadt Meißen. Weitere sehenswerte Stationen waren Schloss Moritzburg, der Barockgarten Großsedlitz die Canaletto-Stadt Pirna, und Chemnitz, Europäische Kulturhauptstadt 2025.

Auch die nunmehr schon 18. Mehrtagesfahrt war auf großes Interesse gestoßen, worüber sich GBV-Vorsitzende Elisabeth Reiter bei der Begrüßung der Ausflügler im Bus besonders freute. Die von ihr angekündigten vier erlebnisreichen Tage stellten sich dann in vielgestaltigem Maße ein. 

Reiseleiter Edwin Reiter hatte in seiner Programmzusammenstellung mit einer gewohnt abwechslungsreichen Mischung aus Natur, Kultur und Geschichte die Grundlage für diese Fahrt geschaffen. Das breitgefächerte Angebot von klassischen und weniger bekannten Besichtigungsorten machte die Schönheit und Vielfalt Sachsens auf besondere Weise er-lebbar. Für die einzelnen Tagestouren war das direkt an der Elbe gelegene Dorint-Parkhotel in Meißen gewissermaßen die Drehscheibe.

Auf der Anreise dorthin war eigentlich ein Aufenthalt auf der Bastei geplant, der aber wegen des regnerischen Wetters auf den Heimreisetag verschoben wurde. Der in der Umgebung liegende Barockgarten Großsedlitz bot sich als Alternative an. Die um 1720 entstandene großzügige Gartenanlage mit kunstvollen Terrassen und Skulpturen ließ sich auch bei nicht so idealer Witterung besichtigen. Möglich war auch die traditionelle Kaffee-pause, die, wie auch an den folgenden Tagen, mit leckeren Sachen von GBV-Kuchenbäckerinnen bereichert wurde. Es lag dies am Entgegenkommen der Gartenleitung, die es den Ausflüglern ermöglichte, dass sie es sich an einem überaus repräsentativen Ort schmecken lassen konnten: in der Orangerie von Kurfürst August dem Starken.

Das erste Besichtigungsziel am nächsten Tag lag in Sichtweite vom Standorthotel in Meißen. Per Bus und Aufzug ging es in wenigen Minuten zum Burgberg, auf dem die Albrechtsburg und dem Dom thronen. Den Weg zur historischen Altstadt legte man dann zu Fuß zurück. In Meißen ist der Besuch der Staatlichen Porzellanmanufaktur geradezu ein „Muss“. Bei der Führung in der Schauwerkstatt wurde gezeigt, wie aus Rohstoff edles Porzellan entsteht. Über 2000 Objekte, seit den Anfängen der Fertigung in 1710, konnten danach im Museum bestaunt werden. Am Nachmittag wartete mit Schloss Moritzburg eines der prächtigsten Bauwerke Sachsens, das sich auf einer künstlichen Insel im Schlossteich erhebt. Mittels einer digitalen Führung konnten die glanzvollen Innenräume bewundert werden und zum Abschluss der auf der Außentreppe montierte berühmte Messing-Schuh aus dem DDR-Film „Aschenbrödel“.

Den dritten Tag verbrachten die GBV-ler zur Gänze in Dresden. Der Beiname „Florenz an der Elbe“ bestätigte sich mit Eindrücken bei einem Altstadtrundgang mit bedeutenden Meisterwerken, wie der Frauenkirche, der Semperoper oder dem Zwinger. Am Nachmittag gab es gewissermaßen einen neuzeitlichen Programmpunkt mit Besichtigung der Gläsernen Manufaktur. In dem 2001 in Betrieb genommenen transparenten Automobilwerk von VW werden seit 2017 Elektrofahrzeuge (ID 3) produziert. Den Tag ließ man ausklingen mit einer Schifffahrt auf der Elbe. Auf der Strecke von der Brücke „Blaues Wunder“ bis zur Altstadt boten sich beeindruckende Ausblicke auf Dresden.

Bei der Heimreise konnte dann die am ersten Tag ausgefallene Tour zur bekanntesten Felsformation der Sächsischen Schweiz – der Bastei – nachgeholt werden. Dies bei idealem Wetter, wie sich dieses auch schon an den beiden vorangegangen Tagen eingestellt hatte. Von der spektakulären steinernen Basteibrücke und der 194 Meter über der Elbe platzierten Aussichtsplattform erschloss sich ein eindrucksvolles Panorama des Elbsandstein-Gebirges. Vereinsmitglied Josef Matsche, bekannt als Druiden-Sepp, konnte am Berghotel-Biergarten den Mitfahrern mit seinem breitgefächerten Wissen viel Informatives rund um die Geschichte der Bastei erzählen. 

Danach wurde die durch das Bild der Marktplatzansicht des italienischen Malers Bellotto  „Canaletto“ bekannte Stadt Pirna angesteuert. Nach einem Rundgang in der Altstadt war am Elbeufer nochmals Kaffeepause am Bus angesagt, ehe es wieder Richtung Heimat ging. Dabei wurde noch ein Abstecher nach Chemnitz gemacht. Deren Innenstadt mit einer Mixtur aus historischen und modernen Gebäuden und dem Karl-Marx-Monument konnte man per Bus erleben.

Als sich die über 1400 km lange Fahrt ihrem Ende näherte, zog der frühere 2. Vorsitzende Josef Pichlmeier namens aller Teilnehmer ein überaus positives Fazit dieser GBV-Erlebnisreise. 

Anerkennende Dankesworte richtete er hierbei an Edwin und Elisabeth Reiter für die Programmausarbeitung und die Organisation, sowie an Fahrer Hubert Müller vom Verkehrsunternehmen Speckmaier, Babing.

Text: Edwin Reiter / Fotos: Privat

 

Vier Tage war der Gartenbauverein in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Wie hier auf der Bastei wurden für die Ausflügler auch die anderen Besichtigungsorte wie Dresden, Meißen, Schloss Moritzburg und der Barockgarten Großsedlitz zu einem besonderen Erlebnis. Text: Edwin Reiter / Fotos: Privat
Die berühmte Basteibrücke spannt sich eindrucksvoll zwischen den zerklüfteten Felsformationen. Beim Gang über das 76 Meter lange Bauwerk eröffneten sich für die Besucher großartige Panoramen auf das Elbsandsteingebirge. Text: Edwin Reiter / Fotos: Privat
Bei einer Führung durch die Altstadt von Dresden besichtigte die GBV-Reisegruppe auch den Festungsbau Zwinger. Text: Edwin Reiter / Fotos: Privat

Hier ist Gemeinschaft gewachsen

Gartenbauverein feierte sein 40-jähriges Bestehen mit einem Festabend am Samstag, 25. Oktober 2025 im Landgasthof Irber in Ulbering

Triftern Sein 40-jähriges Gründungsjubiläum beging der Gartenbauverein (GBV) mit einem festlichen Abend im Landgasthof Irber in Ulbering. Die Zusammenstellung des Programms der Feier war gleichsam eine Zeitreise durch vier Jahrzehnte beständiger engagierter Vereinsarbeit. Dabei wurde sichtbar, welch hohen Stellenwert der GBV mit seinen aktuell rund 400 Mitgliedern durch seine fortwährenden Aktivitäten für das gesellschaftliche Leben im Markt Triftern erlangt hat. Ein starkes, ambitioniertes und kreatives Team der Vorstandschaft um 1. Vorsitzende Elisabeth Reiter hatte die Festivität so vorbereitet und durchgeführt, dass diese mit großen Lettern in der Vereinschronik stehen wird.

Mit einer respektablen hohen Beteiligung war die Jubiläumsfeier von den Mitgliedern honoriert worden. Über 100 Besucher waren gekommen, darunter Altbürgermeister Karl Weggartner und der frühere 1.Vorsitzende Wolfgang Spierling. Schon der erste Eindruck –  der stimmungsvoll herbstlich dekorierte Irber-Saal – ließ erkennen, dass der Gartenbau-verein seinem Namen, insbesondere an seinem runden Geburtstag, alle Ehre machte. Nach einem gemeinsamen Essen nahm das Programm mit einem gelungenen Mix aus Rückblick und Unterhaltung seinen Lauf. Bereichert wurde es durch den gefälligen harmonischen Gesang der Thalbauer Dirndln Julia und Sandra aus Ulbering. Gleich mit dem von ihnen extra für den Jubelverein getexteten Begrüßungslied sorgten sie für einen besonderen, mit viel Applaus bedachten Akzent der Veranstaltung.

Diese hatte für die Besucher mit einer Bilderausstellung über die verschiedensten Stationen der Vereinsgeschichte eine sehenswerte Abrundung zu bieten. Dazu gehörte auch die begleitend abgelaufene Multimediaschau „Gartenbauverein 1985-2025“ mit Bildern aus allen Bereichen des Vereinslebens. Überwiegend stammten die Aufnahmen von Vereinsphotograph Günther Broda, präsentiert wurden sie von seinem Vorstandskollegen Erich Müller. Mit wohlgesetzten Worten führte Josef Pichlmeier, ehemaliger 2. Vorsitzender, durch den Festabend, zu dem er auch die Begrüßung der Gäste vorgenommen hatte.

1.Vorsitzende Elisabeth Reiter hatte ihre Festansprache mit Dankesworten an all jene eingeleitet die, in welcher Art auch immer, zum Gelingen dieser Jubiläumsfeier beigetragen hatten. Dankbar könne man insbesondere auch dafür sein, das in all den Jahren die große Zahl von GBV-Unternehmungen wie Ausflüge, Wanderungen oder Ferienprogramm unfallfrei abgelaufen seien. Die seit 2002 amtierende Vorsitzende leitete dann über zu einer komprimierten und auch lockeren Rückblende auf die 40-jährige Vereinsgeschichte. Tatkraft, gemeinsam gärtnern, die Natur pflegen und die Gemeinschaft stärken, seien die Prämisse des GBV seit seiner Gründung am 17. Juli 1985 mit 34 Mitgliedern.

Dass dies über einen so langen Zeitraum kontinuierlich fortgesetzt worden sei, dafür gelte es allen zu danken, die für das Vereinsleben etwas gewagt, angepackt und sich voll eingebracht hätten. Eine große Zahl von Mitgliedern sei schon verstorben, darunter auch der Gründungsvorsitzende Alfred Litzki (+2005). Elisabeth Reiter bat die Anwesenden hierzu um ein stilles Gedenken. Zum Schluss ihrer Rückschau richtete sie Dankesworte an die Mitglieder für ihre Treue zum Verein: “Ihr seid das Herz des GBV“.  

Man solle an diesem Tag aber nicht nur zurückblicken, sondern auch nach vorne schauen. Bereits im Februar nächsten Jahres gehe es, der Vorsitzenden zufolge, in der Generalversammlung um die Zukunft des Vereins. Bei den auf der Tagesordnung stehenden Neuwahlen müssten einige Ämter (u.a. 1.Vorsitzende, Kassier und Schriftführer) neu besetzt werden, nachdem die bisherigen Mitglieder gewissermaßen schon in einem „gesetzteren“ Alter seien und deswegen nicht mehr zur Verfügung stünden. „Es braucht einen frischen Wind mit einer Ergänzung von einer jüngeren Generation“, so Elisabeth Reiter, die ihre Ansprache unter dem großen Beifall der Anwesenden mit dem gärtnerisch symbolisierten Appell endigte: “Wir wollen heute feiern, lachen, genießen und anstoßen auf 40 Jahre Gartenbauverein Triftern und zudem die Saat für die nächsten 40 Jahre legen“.

3. Bürgermeister Josef Hasmann überbrachte dann die Glückwünsche des Marktes Triftern zum Vereinsjubiläum verbunden mit einem Geldgeschenk und Blumen für die 1. Vorsitzende. Mit „40 Jahre und kein bisschen leise“ überschrieb er die beständigen erfolgreichen Unternehmungen des GBV, was vor allem auf die geschickte Organisation der Vorstandschaft zurückzuführen sei. Dieses erfolgreiche Handeln wünsche er dem Verein auch für die Zukunft. Gleichermaßen anerkennende Worte fand auch der 1. Vorsitzende des Gartenbau- Kreisverbandes Konrad Kronschnabl bei seiner Gratulation, die er mit der Übergabe einer Urkunde verband. Lobend hervorgehoben wurde von ihm die vor vier Jahren erfolgte zukunftsorientierte Gründung der GBV-Nachwuchsgruppe „Naturkids“.

Für dreizehn Mitglieder, die im Gründungsjahr 1985 dem Verein beigetreten sind, stand danach deren Ehrung auf dem Programm. An neun von ihnen konnten 1. Vorsitzende Elisabeth Reiter und ihre Stellvertreterin Romana Reinl eine Urkunde und als Präsent eine Keramikkugel überreichen. Diese bekamen Elfriede Adler, Erika Kleiner, Gerda Kubicek, Elisabeth Reiter, Gerhard Schmidbauer, Elfriede Speckner, Hermine Weggartner, Franz Wimmer und Gunther Wimmer. Bei der Feier nicht anwesend sein konnten Wolfgang Beck, Erika Webersberger, Anna Wimmer und Hans Wimmer.

Gewissermaßen außer Programm gab es dann noch von der Vereinsleitung eine Gratulation zum Geburtstag von Vorstandsmitglied Verena Kolanda. Den Schlusspunkt unter das allseits mit viel Beifall bedachte Programm setzte 2. Vorsitzende Romana Reinl. „Unser Verein hat heute gezeigt, dass er nicht nur einen grünen Daumen, sondern auch richtig gute Feierlaune hat“. Hierfür gelte es allen zu danken, die diesen rundum gelungenen Festabend ermöglicht hätten.

Text: Edwin Reiter / Fotos: Günther Broda

Mitglieder, die dem Gartenbauverein seit dem Gründungsjahr 1985 angehören, wurden beim Festabend mit Urkunde und einem Präsent von 2. Vorsitzender Romana Reinl und 1. Vorsitzender Elisabeth Reiter (von links) geehrt. Es waren dies (von rechts) Franz Wimmer, Gunther Wimmer, Gerhard Schmidbauer, Gerda Kubicek, Erika Kleiner, Elfriede Adler, Elfriede Speckner, Hermine Weggartner und Elisabeth Reiter. Mit auf dem Bild (3. von links) Moderator Josef Pichlmeier. Text: Edwin Reiter / Fotos: Günther Broda
3.Bürgermeister Josef Hasmann für den Markt Triftern und 1.Vorsitzender Konrad Kronschabl für den Gartenbau-Kreisverband Rottal-Inn (von rechts) gratulierten dem Garten-bauverein zu seinem 40-jährigen Bestehen. 1. Vorsitzende Elisabeth Reiter nahm die Glückwünsche erfreut entgegen. Text: Edwin Reiter / Fotos: Günther Broda
Die amüsanten Liedbeiträge der Thalbauer Dirndln Julia und Sandra (von rechts) kamen bei den Besuchern im proppenvollen Irber-Saal in Ulbering, bestens an. Text: Edwin Reiter / Fotos: Günther Broda

Bilder vom Tagesausflug in Schumanns´ Garten sowie vom Nepal- Himalaya- Garten in Wiesent