Impressionen

Rundgang im Funkienreich von GBV- Beiratsmitglied
Andrea Erndt in Pelkering

Die Besichtigung eines Mitgliedergartens steht seit 2008 im Jahresprogramm des Gartenbauvereins (GBV) und stets sind die vielen Besucher von einer anderen Gestaltungsart überrascht und beeindruckt. So auch dieses Mal vom „Funkienreich“ das sich Beiratsmitglied Andrea Erndt in Pelkering im Dreimühlental geschaffen hat.

Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich über 50 Besucher zum Rundgang in ihrem Garten ein, in dem der GBV schon einmal zu Gast war, nämlich im Juni 2013. Nach der Begrüßung durch 1. Vorsitzende Romana Reinl führte Andrea Erndt die Besucher durch ihr weitläufiges, unweit des Pelkeringer Baches, gelegenes grünes Areal. Funkien, von denen sie rund 200 verschiedene Arten besitzt, sind darin das prägende Gestaltungselement.

Die Palette dieser ausdrucksstarken Blattschmuckstauden reicht von Zwergformen bis hin zu üppig wachsenden, teilweise auch teuren Exemplaren. Bis zu 200 Euro würden hochwertige Funkien aus Züchterhand kosten, so Andrea Erndt. Wie sie weiter ausführte vermehre sie ihre Pflanzen zum Teil selbst. Sichtbar wurde dies an den zum Umtopfen bereitstehenden zahllosen Töpfchen mit jungen Pflänzchen der unterschiedlichsten Sorten.

Die meisten Pflanzen stünden Andrea Erndt zufolge in Töpfen um sie besser vor Schnekken zu schützen. Natürlich sei auch Gießen ein großes Thema. An heißen Sommertagen müsse sie schon mal bis zu zwei Stunden dafür einplanen. Es gab viele Fragen der GBV-Mitglieder an die Gartenbesitzerin zu so mancher Besonderheit ihrer sehenswerten gärtnerischen Idylle, für die sie viel anerkennende Äußerungen entgegennehmen konnte.

Nach der Führung bedankte sich Romana Reinl mit dem GBV-Präsent bei Andrea Erndt dafür, dass sie die nunmehr schon 15. Auflage des Rundgangs in einem Mitgliedergarten ermöglicht hatte. Im Anschluss bestand noch die Möglichkeit, zu einem geselligen Beisammensein mit vom GBV spendierten Getränken und schmackhafter, von Andrea Erndt gebackene Focaccia.    – er



Wie man Naturkosmetik selbst herstellt

Workshop beim Gartenbauverein

Zum Thema, wie einfach sich natürliche Pflegeprodukte mit wenigen Zutaten, teil-weise aus dem eigenen Garten, herstellen lassen bot der Gartenbauverein (GBV) einen Workshop an. Zwölf interessierte Teilnehmerinnen waren in das Pfarrzentrum Anzenkirchen zu diesem Kurs gekommen. Geleitet wurde dieser von Brigitte Allgeier aus Bad Birnbach, die als Kräuterpädagogin, Imkerin und Seifensiederin tätig ist.

Ihre langjährige Erfahrung im Bereich der Naturkosmetik wurde dann in der praxisnahen Vermittlung und Gestaltung der Inhalte deutlich. Vorweg erhielt die Gruppe ausführliche

Unterlagen mit Anleitung und Grundrezepten zur Herstellung verschiedener Pflegeprodukte für Haut und Haare. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Verwendung ätherischer Öle und deren Wirkung auf Körper und Geist. Brigitte Allgeier betonte dabei, dass sich viele Zutaten aus dem eigenen Garten nutzen ließen und nicht immer zusätzlich Produkte gekauft werden müssten. Voraussetzung hierfür sei jedoch, die verwendeten Pflanzen sicher bestimmen zu können und ihre Ungiftigkeit zu kennen.

Unter der fachkundigen Anleitung der Referentin stellten die Teilnehmer zunächst ein Ölextrakt (Mazerat) her. Im weiteren Verlauf wurden ein Ringelblumenbalsam, ein Lippenpflegestift, ein schmerzlindernder Roll-on zu Anwendung bei Insektenstichen sowie ein Körperpeeling gemacht.

Der Workshop fand in einer harmonischen Atmosphäre, begleitet von Kaffee und Kuchen, statt. Brigitte Allgeier konnte alle Fragen kompetent beantworten. Neben dem erworbenen Wissen in Sachen Naturkosmetik konnten die Teilnehmerinnen des Kurses die von ihnen gefertigten Produkte selbstverständlich mit nach Hause nehmen. – er

Zum Abschluss gab es von 1. Vorsitzender Romana Reinl nicht nur anerkennende Worte für die gelungene Durchführung des Workshops an Brigitte Allgeier, sondern als Zeichen des Dankes auch die GBV- Tasche, gefüllt mit einem Getränk und einer Funkie.


Fasziniert von der Vielfalt der Blütenstauden
Gartenbauverein besichtigt Staudengärtnerei Sarastro in Ort im Innkreis

Triftern.  Man muss nicht sehr weit fahren, um eine solch sehenswerte Anlage wie die bekannte Staudengärtnerei Kreß „Sarastro“ zu besichtigen. Im nur 45 Kilometer entfernten Ort im Innkreis ist dies der Fall, wohin der Gartenbauverein eine Nachmittagsfahrt organisiert hatte. Diese stieß bei den Mitgliedern trotz hochsommerlichen Wetters auf große Resonanz, worüber sich 1. Vorsitzende Romana Reinl bei ihren Begrüßungsworten im Bus besonders freute.

Die Ausflügler erlebten dort die ganze Welt der winterharten Blütenstauden. Auf einem rund 5.000 Quadratmeter großen Gelände verschmelzen Anzuchtflächen und Schaugärten zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk. Inhaber Christian Kreß, der sich auch als Staudenspezialist und Buchautor einen Namen gemacht hat, vermittelte. bei einer Führung den Besuchern interessante Einblicke in den Werdegang und die Philosophie seiner außergewöhnlichen Staudengärtnerei.

Deren Name „Sarastro“ gehe auf die gleichnamige Figur aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ zurück. Sarastro stehe darin sinnbildlich für Weisheit, Klarheit und das Licht. Es seien dies Werte, die auch die Philosophie der Staudengärtnerei widerspiegeln und sich im harmonischen Zusammenspiel von Natur, Gestaltung und Pflanzenvielfalt wiederfinden würden, so Kreß.

In seinem weitläufigen Gartenreich würden sich in den speziellen Schaugärten etwa 3.500 verschiedene Pflanzenarten finden. Besondere Highlights aus seinem Sortiment waren unter anderem Phlox, Mittagsblumen sowie verschiedene Steingartenpflanzen, die durch ihre Robustheit und Blütenpracht beeindruckten. Kurzweilig und informativ – gewürzt mit mancher Anekdote aus dem Gärtneralltag, berichtete der Staudengärtner aus seinem reichen Erfahrungsschatz. Aus den Themenbereichen Staudenpflege, Standortansprüche, Pflanzkombinationen und auch Schädlingsbekämpfung war für die Besucher so mancher praktische Tipp für den eigenen Garten dabei.
Anschließend blieb Zeit für einen individuellen Rundgang durch die Schaugärten und Verkaufsflächen. Von der beeindruckenden Blütenpracht und der enormen Pflanzenvielfalt waren die Besucher trotz der Hitze fasziniert. Natürlich durfte auch ein Besuch im Shop nicht fehlen, so dass dann mit reichlich Pflanzen im Gepäck, vielen neuen Eindrücken und einer folgenden Einkehr im Haslinger-Hof in Kirchham die Heimfahrt angetreten werden konnte.

Auf dieser erinnerte Reiseorganisator Edwin Reiter daran, dass der Gartenbauverein seit dem Beginn der Amtszeit 2002 der seit März 2026 nicht mehr amtierenden 1.Vorsitzenden Elisabeth Reiter neben 19 Mehrtagesausflügen  34 Tagesfahrten unternommen habe. Eine davon habe bereits im Juni 2007 in die Sarastro- Staudengärtnerei geführt. Deren Besichtigung sei in Zusammenhang mit einem Vortrag von Christian Kreß gestanden, den dieser beim Gartenbauverein im März 2007 im Pfarrzentrum Anzenkirchen gehalten habe

Von der eindrucksvollen Vielfalt der Staudengärtnerei „Sarastro“ in Ort im Innkreis waren die Mitglieder des Gartenbauvereins überaus angetan. Inhaber Christian Kreß (Mitte) vermittelte bei einer Führung durch die Schaugärten und Verkaufsflächen interessante Ein-blicke in seine außergewöhnliche Welt der Blütenstauden. Text: Edwin Reiter / Foto: Erich Müller

Vom Klapotetz bis zu den Sulamith- Gärten

Oder: Von der Hundertwasserkirche bis zu den Sulamith-Gärten
Gartenbauverein war drei Tage in der Steiermark unterwegs

 Triftern In das „grüne Herz Österreichs“, die Steiermark, führte bei idealem Wetter der dreitägige Jahresausflug des Gartenbauvereins (GBV). Im Mittelpunkt stand eine Tagestour auf den südsteirischen Weinstraßen, bei dem Kitzeck, der
höchstgelegene Weinbau-ort Europas und der weltgrößte Klapotetz die
Besonderheiten in dieser landschaftlich be-sonders schönen Region waren.
Weitere sehenswerte Ziele, die angesteuert wurden, wa-ren u.a das
Freilichtmuseum Stübing, die Hundertwasserkirche Bärnbach, die Ölmühle Hartlieb in Heimschuh, der Schlossberg Graz sowie die Sulamith Gärten St. Kathrein GBV-Beirätin Elisabeth Reiter freute sich bei ihren Begrüßungsworten, dass auch die nunmehr schon 19. Mehrtagesfahrt auf das gewohnt große Interesse gestoßen war. Die von ihr dabei angekündigten drei erlebnisreichen Tage stellten sich dann in vielgestaltigem Maße ein. Reiseleiter Edwin Reiter hatte in seiner Programmzusammenstellung mit der bewährt abwechslungsreichen Mischung aus Natur, Kultur und Geschichte die Grundlage für diese Fahrt geschaffen. Das breitgefächerte Angebot von klassischen und weniger bekannten Besichtigungsorten machte die Schönheit und Vielfalt der Steiermark auf besondere Weise erlebbar. Drehscheibe zum Erreichen dieser Ziele war das am Stadtrand von Leibnitz gelegene Hotel Staribacher.

Auf der Anreise dorthin hatte man zunächst schon einen Halt in Stübing gemacht, wo das größte Freilichtmuseum Österreichs mit über 100
historischen Gebäuden aus allen Bundesländern besichtigt wurde. Die
traditionelle Kaffeepause am Bus, die, wie auch an den folgenden Tagen mit
leckeren Sachen von GBV-Kuchenbäckerinnen ermöglicht wurde, nahm am Parkplatz der Lippizaner- Residenz Gestüt Piber ihren Anfang.

Es ging dann weiter in das nur wenige Kilometer entfernte Maria Lankowitz, wo Österreichs zweitgrößte Marien-Wallfahrtskirche mit ihrer prachtvollen barocken Ausstattung die Ausflügler beeindruckte. Im unweit davon gelegenen Ort Bärnbach tat sich dann mit der Pfarrkirche St. Barbara ein außergewöhnlicher Kontrast auf. Das 1988 von dem Künstler Friedensreich Hundertwasser farbenfroh, lebendig und mit ungewöhnlichen Formen umgestaltete Gotteshaus und seinen zwölf Toren im Außenbereich wirkte auf die Besucher ungewohnt und faszinierend zugleich.

Am zweiten Tag war man auf den bekannten Weinstraßen der Südsteiermark unterwegs. Auf der Sausaler Weinstraße war der 564 Meter hoch gelegene Weinbauort Kitzeck die erste Station. Von dort eröffnete sich ein beeindruckender Panoramablick über die sanft gewellte Landschaft mit ihren
zahllosen Weingärten von der Koralpe über Graz und Leibnitz bis hin zum
Grenzgebirge nach Slowenien. Zu sehen war auch schon eine Besonderheit der
Südsteiermark, der Klapotetz. Diese hölzerne Windmühle mit ihrem charakteristischen Klappern sollte ursprünglich die Vögel von den Weintrauben fernhalten. Die Funktion hat heute kaum mehr Wirkung, so dass das Gerät nur mehr ein Symbol dieser Weinregion ist. So auch der mit 17 Meter Höhe und 14 Meter Windraddurchmesser weltgrößte Klapotetz. Am nicht weit entfernten Demmerkogel konnten die Ausflügler dieses handwerkliche Meisterwerk bestaunen.

Der Besuch einer Ölmühle ist in dieser Region geradezu ein Muss. Im Traditionsbetrieb Hartlieb in Heimschuh erhielten die Besucher bei einer Führung interessante Einblicke in die Herstellung des Kürbiskernöls, inklusive schmackhafter Verkostung. Die Fahrt setzte sich dann auf der Südsteirischen Weinstraße von Gamlitz bis Leutschach fort durch eine reizvolle, von Weinbergen geprägte Landschaft. Dies war auch bei der ab Eibiswald sich anschließenden Schilcher Weinstraße der Fall. Auf dieser bot sich eine Einkehr in einem Buschenschank, die man oberhalb der Stadt Deutschlandsberg machte. Die
im Gast-garten geplante Jause ließ leider ein überraschender Regenschauer nicht
zu. Über Stainz ging es zur Abrundung der Tagestour noch nach Leibnitz, dem
Mittelpunkt der südsteirischen Weinregion.

Wie gewohnt bei den GBV-Ausflügen gibt es auch am Heimreisetag noch einiges zu erleben. Zunächst erkundete man die steirische Landeshauptstadt Graz mit einem Gang durch die Altstadt und danach aus besonderer Perspektive mit herrlicher Aussicht vom Schlossberg. Ein gärtnerisches Zuckerl stand zum Abschluss mit den Hängenden Gärten der Sulamith in St. Kathrein am Offenegg auf dem Programm. Von dem mit viel Kreativität auf einem über 4000 Quadratmeter großen Hanggrundstück geschaffenen botanischen Gesamtkunstwerk mit orientalischem Flair waren die Besucher überaus angetan.

Auf der Pyrhn- und der Innkreis-Autobahn, über die man schon angereist war, ging es dann heimwärts. Als sich die Fahrt ihrem Ende näherte zog der frühere 2. Vorsitzende Josef Pichlmeier namens aller Teilnehmer ein überaus positives Fazit dieser GBV-Erlebnisreise. Allseits beifällig aufgenommene anerkennende Dankesworte richtete er hierbei an Edwin und Elisabeth Reiter für die Programmausarbeitung und die Organisation, sowie an Fahrer Klaus Schifferer vom Verkehrsunternehmen Speckmaier, Babing.

Text: E.Reiter

Drei Tage war der Gartenbauverein in der Steiermark unterwegs. Bei der Fahrt auf den südsteirischen Weinstraßen ließ man sich nahe Kitzeck, Europas höchstgelegenen Weinbauort, den weltgrößten Klapotetz, eine Windmühlen-Vogelscheuche, nicht entgehen.

Nicht nur von der Pfarrkirche in Bärnbach, die von dem Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltet wurde, sondern auch von den zwölf unterschiedlichen, mit Religionssymbolen verzierten Tore im Umfeld waren die Ausflügler beeindruckt.

Ein gärtnerischer Höhepunkt der GBV-Fahrt waren die Hängenden Gärten der Sulamith in St. Kathrein am Offenegg, die von einer vielfältigen Pflanzenwelt, kunstvollen Elementen und orientalisch inspirierten Bereichen geprägt sind.

 

Herbstwanderung in der Wald- Wunder- Welt bei Bad Griesbach

 Triftern. Seit 2010 steht am Tag der Deutschen Einheit die Herbstwanderung im Jahreskalender des Gartenbauvereins. Dieses Mal war der Erlebnispfad Wald-Wunder-Welt im Staatswald Steinkart bei Bad Griesbach das Ziel, was auf großes Interesse stieß. Nahezu fünfzig Teilnehmer konnte 1. Vorsitzende Romana Reinl beim Ausgangspunkt am Park-platz an der Hochstraße begrüßen.

Bei idealem Spätsommerwetter machte man sich dann auf den
vier Kilometer langen Rundweg. Die Wald-Wunder-Welt lud die Wanderer dazu ein, den Wald mit allen Sinnen zu erleben und gleichzeitig Wissenswertes über dessen Bedeutung zu erfahren. Acht Themenbereiche führten durch die verschiedenen Facetten des Waldes – von märchenhaft und poetisch über nützlich und wohltuend bis hin zu vielfältig, wunderbar, historisch und mystisch.

Unterwegs gab es immer wieder etwas zu entdecken, wobei erkennbar wurde, dass der Erlebnispfad „Wald-Wunder-Welt zurecht seinen Namen trägt. Informationen über Bäume und ihre Bedeutung, die Nutzung des Holzes sowie die heilenden Kräfte verschiedener
Waldpflanzen machten deutlich, wie vielseitig und wertvoll der Wald ist.

Natürlichdurfte bei der Wanderung auch ein Abstecher zu einer der bekanntesten
Besonderheiten des Steinkarts nicht fehlen: dem Teufelsfelsen. Die auch als 
Habererkirche bezeichnete imposante Felsformation besteht aus zwei großen, schräg aneinander gelehnten Steinplatten, die eine natürliche Höhle bilden. Die abwechslungsreiche Naturerlebnis-Runde im Steinkart fand dann ihren Abschluss mit einer gemütlichen Einkehr im Gast- garten der nahegelegenen Waldpension „Jägerstüberl“. 

Text: E. Reiter

Die Herbstwanderung des Gartenbauvereins auf dem Erlebnispfad Wald-Wunder-Welt im Steinkart bei Bad Griesbach ließ man mit einer Einkehr im  Gastgarten der nahegelegenen Waldpension „Jägerstüberl“ ausklingen.